Förderpreis 2026

Die Shortlist

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Ruth Amstutz, Lisa Bolyos, Dîlan Çapan, Anna Fišerová, Laura Milè, Valerie Prinz, Lio Adam Sitzberger, Lotti Spieler, Anuri Tharayil und Raphael Tissing stehen auf der Shortlist für den 9. WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis für kritische Kurztexte!

Ruth Amstutz

Die Hände, die mich füttern

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(c) privat

Ruth Amstutz hat Visuelle Kommunikation und Philosophie studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Sie arbeitet als freie Autorin und Herausgeberin sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zürcher Hochschule der Künste. Ruth ist Teil des Talkie Walkie Collective. 2026 war sie Residentin in der Fundaziun Nairs.

Lisa Bolyos

Blaue Frauen auf dem allerallergrößten See

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(c) Sammie Bolyos Behr

Lisa Bolyos lebt in Wien, hat ein Kind und arbeitet als Autorin und Journalistin. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Momentan arbeitet sie an ihrem Dramadebüt “Unter Häusern” und gemeinsam mit neun anderen Autor:innen an der Anthologie “Schatten/Dorf. Prosa, Lyrik, Drama”.

Dîlan Çapan

Gegenwalt (jederzeit, überall)

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(c) Sima Dehgani

Dîlan Çapan ist Autorin, Regisseurin und Performancekünstlerin. Ihre genreübergreifenden Texte realisiert sie für Theater und audio-visuelle Installationen, zudem erschienen sie in Katalogen. Sie war u.a. Writer in Residence des Kunstverein München und im Autor:innenförderprogramm von uniT Graz. Sie studierte Philosophie, Theaterwissenschaft und Modedesign und leitete den Habibi Kiosk der Münchner Kammerspiele.

Anna Fišerová

Schlaf lieber

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(c) Christiane Gundlach

Anna Fišerová hat einen Abschluss in Übersetzung und studiert derzeit Slawistik in Leipzig und Brüssel sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie veröffentlicht Lyrik auf Tschechisch und Deutsch, u. a. in: die horen, Psí víno. Sie war Preisträgerin des Lyrikpreises Jiřího Červenky (2025), ist nominiert für den Lyrikpreis Františka Halase und Gewinnerin der Residenz Leipzig-Brünn 2026. 

Laura Milè

Baustelle

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(c)privat

Laura Milè schreibt Drama, Lyrik und Essay. Sie arbeitet als Übersetzerin, in der Theaterpädagogik und der Gastronomie. Studium der Politikwissenschaft und Philosophie in Berlin und Rabat, danach Szenisches Schreiben an der UdK Berlin und am Institut für Sprachkunst in Wien.

Valerie Prinz

was immer du machst, versteck deine Hände

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(c) Charlotte Rohse

Valerie Prinz ist Autorin und arbeitet genreübergreifend. Für ihre Recherche in Queer Ecologies wurde sie ins Institute for Postnatural Studies eingeladen und war auf einer Essay-Residenz am Frans Masereel Centrum. 2025/26 wurde sie mit dem Hans-Weigl-Stipendium für Literatur ausgezeichnet, 2025 mit dem Wiener Werkstattpreis für Literatur. Mit KOLLEKTIV WIEN entstehen Soundformate. Sie arbeitet derzeit an ihrem Debütroman.

Lio Adam Sitzberger

die besten tage

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(c)privat

Lio Adam Sitzberger beschäftigt sich (schreibend) mit Körpern in queeren und crip Kontexten, Pflanzen und Utopien. Lio studierte Sprachwissenschaften und Gender Studies, und arbeitet(e) u.a. in der Öffentlichkeitsarbeit, als Workshop-Trainer:in sowie als Jugendarbeiter:in.

Lotti Spieler

I HAVE CAST FIRE IN THE WORLD, AND SEE, I AM GUARDING IT UNTIL IT BLAZES

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(c) Helena Gurican

Lotti Spieler studiert Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Sie war mehrfach Preisträgerin des Treffens junger Autorinnen sowie des lyrix Bundeswettbewerbs für junge Lyrik, 2024 Preisträgerin des Klopstock Preis für junge Lyrik, 2026 nominiert für den Lyrikpreis des Open Mike sowie den Berliner Preis für Science Fiction. Derzeit ist sie Stipendiatin des Dramatiker*innenstipendiums der Literar-Mechana.

Anuri Tharayil

Im Sommer kämpfen die Krähen

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(c)privat

Anuri Tharayil studierte Geschichte, Germanistik und Literarisches Schreiben und Lektorieren. Neben Veröffentlichungen in Magazinen und im Radio wurden Anuris Texte, Audiostücke, Musik und Performances u.a. in der Kaserne Basel, im Theater Neumarkt (Zürich), auf Burg Hülshoff-Center for Literature, in den Khoj Studios (Delhi) und im Ballhaus Ost (Berlin) gezeigt. Anuri lebt in Berlin.

Raphael Tissing

Siehe Anlage

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(c) Ella Schwindt

Raphael Tissing studierte Germanistik und Philosophie in Heidelberg. Anschließend wechselte er in den Justizdienst und studierte an der Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen. Er arbeitete bei einer Staatsanwaltschaft und an verschiedenen Gerichten. Daneben schreibt er Prosa. “Siehe Anlage” ist seine erste Einreichung bei einem Literaturwettbewerb.

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„Die Autor:innen finden eine eindringliche, tastende Sprache für Erschöpfung, Ohnmacht und Erinnerung – und fordern so jenen Raum zurück, der zunehmend infrage gestellt wird.“

Aus der Jurybegründung

Begründung der Jury

„Wie verschafft man sich in unserer Gegenwart Freiräume für die eigene Zeitgestaltung? Und welche Strukturen und politischen Entscheidungen verhindern diese? Auf eindrucksvolle Weise erweitern die ausgewählten Texte der Shortlist mit ihren Themen und Erzählweisen den Blick auf diese Fragen. Sie nähern sich Biografien an, die unter dem Druck von bürokratischer Überlastung, chronischer Krankheit oder transgenerationalem Trauma stehen. Ob in der Kälte institutioneller Systeme, in der Stille der Isolation oder im Angesicht komplexer gesellschaftlicher Umbrüche: Die Autor:innen finden eine eindringliche, tastende Sprache für Erschöpfung, Ohnmacht und Erinnerung – und fordern so jenen Raum zurück, der zunehmend infrage gestellt wird.“

Anmerkung zur Juryentscheidung

Die Jury wählt die Shortlist-Texte aus anonymisierten Einsendungen aus. Juror Ralph Tharayil enthielt sich bei der Diskussion und der Entscheidung über einen der Texte, da er vermutete, den:die Autor:in zu kennen. Dieses Vorgehen war im Vorfeld mit den anderen Jury-Mitgliedern abgestimmt. Er wird an der Juryentscheidung über die drei Preisträger:innen nicht teilnehmen, da sich herausstellte, dass er zu einem:einer Autor:in der Shortlist in einem verwandtschaftlichen Verhältnis steht.

Chronik der Shortlist

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2019

2018