Ivna Žic
Die Unversehrten

(c) Jessica Schäfer
"'Die Unversehrten‘ sucht eine Sprache für eine weit verbreitete und doch erstaunlich wenig präsente Krankheit, in dem der Text Begriffe wie Zuhause, Herkunft, Distanz oder Lockdown abtastet, durch verschiedene Kontexte schiebt. Ivna Žic gelingt Bemerkenswertes und bemerkenswert Tröstendes: Ihr Schreiben ist eine hochliterarische Auseinandersetzung mit Long Covid, ist Kritik an nicht vorhandener adäquater medizinischer Versorgung. Gleichzeitig ist es sorgende Praxis.“ Die Jury des WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2026
Josefine Soppa
Klick Klack, der Bergfrau erwacht

© Jessica Schäfer
„Die 1988 in Oberhausen geborene Autorin Josefine Soppa erzählt in ihrem preisgekrönten Text präzise und überraschend vom allmählichen Sprachverfall ihres an Parkinson erkrankten Vaters und vom sprachlichen Vermögen einer künstlichen Intelligenz in Form von ChatGPT. Sie fragt nach der Herkunft der eigenen Sätze und schreibt ergreifend über das Unberechenbare im Leben und in der Kunst. Auf engstem Raum gelingt es ihr dabei, das Verhältnis von Mensch und Maschine in einen großen Sinn- und Ausbeutungszusammenhang zu stellen.“
– Shirin Sojitrawalla, SWR
Frank Witzel
Die Möglichkeit einer Micky Maus

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„In seinem Essay „Die Möglichkeit einer Micky Maus“ erkundet Frank Witzel die Natur dieser unwillkürlichen Abschiede, vorrangig am Beispiel des Todes eines Nachbarn, von dem er zufällig erfährt. In einem beständigen Hin und Her gedenkt der Essay dem Leben des flüchtigen Bekannten und stellt darüber hinaus Überlegungen dazu an, was solche Abschiede für uns im Allgemeinen bedeuten.“
– Stefan Diezmann, Poesierausch
Judith Schalansky
Schwankende Kanarien

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„Judith Schalanskys poetischer und kritischer Essay „Schwankende Kanarien“ handelt von realen und metaphorischen Alarmsignalen, von der drohenden Umweltkatastrophe und den Möglichkeiten der Literatur, selbst zu einem Frühwarnsystem zu werden.“
– Ulrich Rüdenauer, SWR
Volha Hapeyeva
Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils

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„In ihrem Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ beschwört [Volha Hapeyeva] die Poesie und Kunst als Mittel des freien Denkens und des Widerstands gegen die bürokratische Sprache von Staaten und gegen diktatorische Gewalt.“
– Verbrecher Verlag
Marion Poschmann
Laubwerk

© Jessica Schäfer
„Es handelt sich um ein Werk über das Laub. Diese schmale, zwischen poetischen Beschreibungen und reflektierenden Passagen unmerklich wechselnde Prosa ist in viele kurze Abschnitte gegliedert, die immer wieder neue Anläufe nehmen und das Motiv der Laubbäume auf verschiedenste Weise umkreisen.“
– Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur
Kathrin Röggla
Bauernkriegspanorama

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„[Kathrin Rögglas] Gewinnertext „Bauernkriegspanorama“ zeichnet ein Bild der Gesellschaft und macht zugleich in jedem Satz deutlich, wie schwierig ein solches Unterfangen ist. Themen wie Rechtspopulismus, Extremismus, soziale Spaltung sowie Stadt-Land-Gefälle stehen dabei im Vordergrund.“
– Verbrecher Verlag